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27.07.2022

Erneuerbare-Wärme-Gesetz EWG - Entwurf

Ursprünglich sah das Regierungsprogramm eine Frist bis 2025 vor. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und der hohen Abhängigkeit vom russischen Gas entschied man sich für einen deutlich schnelleren Ausstieg aus Gas in der Raumwärme. Das EWG wurde am 13. Juni 2022 in Begutachtung geschickt und soll rasch beschlossen werden. Zu den Eckpunkten:
  • Ab 2023 dürfen in Neubauten in Österreich keine Gasheizungen mehr errichtet werden. Für bereits genehmigte, fertig geplante und in Errichtung befindliche Gebäude gibt es Ausnahmen.
  • Ab 2023 dürfen kaputte Öl- und Kohleheizungen nur noch durch erneuerbare Heizsysteme ersetzt werden. Im Neubau sind Öl- und Kohleheizungen bereits seit 2020 verboten.
  • Ab 2025 beginnt der verbindliche Tausch von besonders alten Kohle- und Ölheizungen. Das betrifft alle Ölheizungen, deren Baujahr vor 1980 war.
  • Bis 2035 müssen alle alten Kohle- und Ölheizungen in Österreich durch ein modernes, erneuerbares Heizsystem ersetzt werden.
  • Bis 2040 müssen alle Gasheizungen in Österreich durch durch ein modernes, erneuerbares Heizsystem ersetzt oder mit biogenem Gas betrieben werden.
  • Bei dezentralen Anlagen (Gasetagenheizungen in Wohnungen) in Gebieten mit ausgebauter Fernwärme soll bis spätestens 2040 darauf umgestellt werden. Eigentümern einzelner Nutzungseinheiten (Wohnungen) soll der Anschluss an ein klimafreundliches zentrales Wärmeversorgungssystem ermöglicht werden.
OIZ Österreichischen Immobilienzeitung, Ausgabe 07-08/2022